
Temeswar für Touristen
Der ungarische König Karl I. Robert aus dem Haus Anjou nutzte Temeswar in den Jahren 1315 bis 1323 als königliche Residenzstadt.
Im Sommer des Jahres 1552 stand Temeswar unter der Belagerung der Osmanen. Die Festung kapitulierte schließlich und die osmanischen Türken übernahmen für 164 Jahre die Herrschaft. Nach der Befreiung im Oktober 1716 wurde dem Banat Temeswar, auch Timiş Banat, Provinzstatus verliehen, und es wurde als wiedererobertes Gebiet Teil der habsburgischen Erbländer. Der mündlichen Überlieferung nach verfolgte Claudius Florimund Graf Mercy die Absicht, Temeswar in die schönste aller habsburgischen Städte zu verwandeln.
Im November 1849 verkündete der österreichische Kaiser vor Vertretern des Militärs und der Zivilgesellschaft die Gründung der Woiwodschaft Serbien und des Temeser Banats. Ende 1860 wurde das Temeser Banat wieder mit dem Königreich Ungarn zusammengeführt.
Der Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte Temeswar eine Zeit voll technischer Innovationen, die das Leben seiner Einwohner mit Modernität und Dynamik erfüllten. So wurde Temeswar mit einem telegrafischen System und öffentlicher Straßenbeleuchtung mit Gaslaternen (als erste rumänische Stadt) ausgestattet. Die Stadt erhielt eine Anbindung an das europäische Schienennetz, die Pferdestraßenbahngesellschaft wurde gegründet, das moderne Telefon eingeführt und schließlich die Gasbeleuchtung durch elektrische Beleuchtung ersetzt – damit war Temeswar die erste Stadt in Europa, deren Straßen über elektrische Beleuchtung verfügten.
Nach den beiden Weltkriegen wurde Temeswar als erste Stadt Rumäniens befreit, nachdem hier im Jahre 1989 das Aufbegehren der Einwohner gegen das kommunistische Regime des Diktators Nicolae Ceauşescu den Beginn der Revolution einläutete.
Kurzer geschichtlicher Überblick.
